Hauptnavigation

„Einer ist nichts – viele sind alles“

Die Masse macht’s: Das zeigte sich vergangenen Samstag auf dem Gelände des Katastrophenschutzzentrums der Stadt Bonn. Dort übten rund 30 Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Bonn, einen fiktiven Deich zu verteidigen und verbauten dazu rund 500 Sandsäcke. Außerdem stellten sie ein Stegbau-System auf und befüllten weitere Sandsäcke.

An insgesamt vier Stationen lernten die Ehrenamtlichen die verschiedenen Handgriffe, die sie brauchen, sobald Hochwasser die Stabilität eines Deichs gefährdet. So verbauten sie mit Hilfe einer Helferkette rund 500 Sandsäcke zu einem mehrschichtigen Halbkreis, einer sogenannten Quellkade. Diese Art der Deichverteidigung wird im Hochwasserschutz eingesetzt, wenn aus einem Deich punktuell Wasser austritt. Sie errichten die Einsatzkräfte direkt an der binnenseitigen Austrittsstelle.

Sollten während eines Einsatzes nicht genügend Sandsäcke vor Ort sein, müssen die Einsatzkräfte selbst zusätzliche Säcke befüllen. Denn, das wusste einer der anleitenden Helfer aus seinen Erfahrungen während des Hochwassereinsatzes an der Elbe 2002: „Bei Sandsäcken gilt, einer ist nichts – viele sind alles“. An einer weiteren Station übten die THWlerinnen und THWler deshalb, Sandsäcke mit Hilfe einer Sandsackfüllmaschine zu füllen. Dabei mussten die THW-Kräfte auf die richtige Sandmenge achten. Sind die Säcke zu voll, kann sich der Sand nicht richtig ausbreiten – zu Lasten der Stabilität und der Dichte des Walls. Bei zu wenig Sand besteht ebenfalls die Gefahr, dass die Sandsäcke dem Druck des Wassers nicht standhalten.

Für trockene Füße während eines Hochwassereinsatzes kann außerdem ein Stegbau-System sorgen. Zu Trainingszwecken errichteten die Ehrenamtlichen einen solchen mehrere Meter langen behelfsmäßigen Übergang.

Während der Stegbau bei den meisten Helferinnen und Helfern bereits bekannt war, erlernten sie an der letzten Station erstmals den Umgang mit einem neuen Hochwassersystem. Es besteht aus Kunststoffplatten, die sich schnell und ohne zusätzliches Werkzeug zu Zylindern zusammenbauen lassen. Mit Wasser oder Sand befüllt können beliebig viele Zylinder nebeneinander aufgestellt werden und schützen so vor Überflutung.

Nach insgesamt sieben Stunden, in denen die Ehrenamtlichen Kraft, Montagegeschick und Ausdauer bewiesen, waren alle vier Stationen der Übung erfolgreich absolviert.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Zusatzinformationen

Mehr zum Thema

Mehr zur Region

Archiv

Hier können sie nach Ausbildungen suchen.

Archivsuche

Navigation und Service