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Bielefelder THWler zur Vermessungsausbildung in Beckum

Für sieben THW-Kräfte der Fachgruppe Brückenbau aus dem Ortsverband Bielefeld ging es am Samstag, den 12.März, zur Vermessungsausbildung in den Ortsverband Beckum. Vermittelt wurden die richtige Benutzung von Nivelliergeräten und die Einsatzoptionen des Einsatzstellen-Sicherungssystems (ESS).

Nach einem Theorieteil mit Themen wie „Nivellement“, „Feldbuchführung“ und  „Das ESS als Einsatzwerkzeug“ stand der  Praxisteil auf der Tagesordnung. Hier musste das zuvor Erlernte an drei Stationen umgesetzt werden.

Zwei Stationen befassten sich mit dem Umgang des Nivelliergerätes sowie der Qualitätssicherung. Zur Qualitätssicherung wurde ein Prüfungsstandardverfahren aus der Vermessungstechnik vorgeführt. Bei der sogenannten Nivellierprobe nach Kukkamäki wird das Nivelliergerät auf etwaige Schäden an der Optik überprüft, die zu Fehlmessungen und somit zu unkorrekten Ergebnissen führen. Durch diese Prüfung kann die jährliche Wartung des Gerätes entfallen, sofern die Prüfung kein signifikant falsches Ergebnis liefert. Der Umgang mit dem Nivellier, die richtige Feldbuchführung, der Wechsel auf einen anderen Gerätestandpunkt über einen Wechselpunkt und die unerlässliche Kontrolle (Schleifenschluß) eines jeden Nivellement wurden an anderer Stelle geübt.

Die dritte Station befasste sich mit dem rechtwinkeligen Absetzen von Sollpunkten zur gedachten Brückenachse. Die Übung wurde mit einem Doppelpentagon-Prisma (Winkelprisma) durchgeführt. Die Strahlengänge in diesem Prisma ermöglichen es den THW-Kräften von einer abgesteckten und vorher definierten Achse jeweils einen Punkt zu jeder Seite in einem exakten rechten Winkel zu bestimmen.

Vor der Mittagspause wurde durch zwei Beckumer Helfer das Abstecken von Sollhöhen demonstriert und erklärt. Nach der Stärkung wandten die Bielefelder THW-Kräfte das erlernte Wissen praktisch an. In einem kleinen Wettstreit mussten Sollpunkte angesteckt werden, die zuvor durch den Ortsverband Beckum bestimmt wurden. Am Ende gab es keine Verlierer, da alle Gruppen ihre Aufgaben lösten.

Nach einer theoretischen Einführung in das ESS unter Berücksichtigung des Themas Brückenbau wurde die Absteckung einer Rollbahn durch das ESS-Team vorgeführt. Nach kurzer Zeit wurde allen Beteiligten der Mehrwert dieses Vermessungsgerätes beim Brückenbau klar. Schnell kamen weitere Themen rund um den Brückenbau auf, bei dem das ESS hilfreich sein kann. Unter anderem bei der Einrichtung der Baustelle, beim Thema Logistik, Höhenprofilmessungen sehen Vertreter beider Ortsverbände weitere Schnittstellen und Einsatzoptionen für das ESS.

Mit dem ESS werden Einsatzstellen überwacht und die Rettungskräfte frühzeitig vor weiteren Gefahren gewarnt. Das ESS dient der Überwachung von einsturzgefährdeten Gebäuden, Trümmerstrukturen, Deichen, Hanglagen und Hochwassersituationen. Im Landesverband Nordrhein-Westfalen sind ESS-Trupps in den Ortsverbänden Beckum, Hürtgenwald und Remscheid aufgestellt.

Ralf Pelkmann

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