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Unwetter im Kreis Borken sorgen für Einsätze des THW

Nach Regenfällen drohten am vergangenen Wochenende Flüsse, Wohngebiete im Kreis Borken zu überschwemmen. THW-Kräfte füllten in Rhede mehr als 6.000 Sandsäcke und führten im Gronauer Stadtteil Epe Pumparbeiten durch.

Für die Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Ahaus und Gronau war die Nacht vom Freitag auf Samstag ziemlich kurz. Nach Auslösung des Katastrophenalarms durch den Kreis Borken machten sie sich die THW-Helferinnen und –helfer  in den frühen Morgenstunden auf den Weg nach Rhede, um dort eine Sandsack-Füllstation auf dem Gelände eines dortigen Baustoffhändlers einzurichten und zu betreiben. In Rhede selbst drohte das Hochwasser der Bocholter Aa eine Wohnsiedlung zu überschwemmen. Bis in die Nachmittagsstunden des Samstags  gelang es den 36 Kräften des Technischen Hilfswerks aus Gronau und Ahaus, gemeinsam mit Rheder Anwohnern im teils strömenden Regen über 6000 Sandsäcke zu befüllen und auf Europapaletten zu stapeln. Sie wurden zur Verteidigung des Damms entlang der Aa benötigt.

Die Arbeit auf dem unbefestigten Gelände wurde für die THW-Mannschaft zur Schlammschlacht. Die ersehnte Entwarnung für Rhede kam am Samstag gegen 15 Uhr, als der Aa-Pegel sank. Nass und müde traten die Kräfte aus Ahaus und Gronau gegen 16 Uhr die Heimfahrt an.

Für die Helferinnen und Helfer des Gronauer THW war kaum Zeit zum Waschen der verschlammten Einsatzbekleidung, denn am Folgetag kam die nächste Alarmierung. Der Ortsverband  Gronau wurde gegen 15 Uhr von der Feuerwehr Gronau in den Ortsteil Epe gerufen. Der Parkweg stand teilweise unter Wasser, nachdem der hohe Pegel der Dinkel durch die Kanalisation zurückdrückte.

Die Keller der anliegenden Häuser drohten vollzulaufen. Dies konnte das THW durch den Einsatz von Tauchpumpen verhindern. Acht Gronauer THWler  pumpten das Wasser unter das Straßenniveau zurück und konnten den Wasserstand der Kanalisation niedrig genug halten, um weitere Schäden zu verhindern. Dabei wurden jeweils 2000 Liter Wasser in der Minute transportiert. Der Einsatz dauerte bis zum nächsten Abend an. In der Nacht hielten drei THW-Helfer durchgängig Wache an Stromaggregat und Pumpe. Am Tage waren es immer noch zwei Helfer, die sich um das Gerät kümmerten.

Hans Dieter Meyer, OV Gronau

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