Hauptnavigation

Drei Wochen Fördern, Feldlager und Führen

Am 13. September begann der Einsatz für das THW beim Moorbrand in Meppen. Dreieinhalb Wochen später war er für die letzten THW-Kräfte beendet. In dieser Zeit waren rund 2.000 THWler aus allen acht Landesverbänden im Einsatz; mehr als ein Viertel kam aus Nordrhein-Westfalen. Sie förderten Löschwasser über Kilometer lange Strecken, betrieben einen Bereitstellungsraum, leisteten Unterstützung im Führungs- und Logistikbereich.

Mittlerweile sind die Zelte ab-, die Stromversorgung zurückgebaut, die Feldbetten wieder eingepackt: Das Feldlager im Bereitstellungsraum ist Geschichte und seit dem 7. Oktober sind die letzten eingesetzten THW-Kräfte wieder zu Hause. Über drei Wochen halfen mehr als 170 Ortsverbänden der Bundeswehr und den Feuerwehren bei der Bekämpfung des Moorbrandes, der am 3.September auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 ausbrach.

Die Errichtung und der Betrieb eines Bereitstellungsraums, in dem über 500 Einsatzkräfte untergebracht und mehr als 1.700 Portionen Essen pro Mahlzeit ausgegeben wurden, war eine Hauptaufgabe für das THW. Der Bereitstellungsraum umfasst die logistischen Mittel des THW, um die Versorgung und Unterbringung bei Großeinsätzen zu gewährleisten. Dazu zählen unter anderem Verpflegung, Stromversorgung, Bereitstellung von beheizten Schlafplätzen und die Aufbereitung von Wasser für den Betrieb sanitärer Anlagen. Diese Aufgaben übernahmen größtenteils die Systeme BR500 Nord und BR500 West, der im Landesverband Nordrhein-Westfalen aufgestellt ist. Mit dem Abbau des Feldlagers war der Einsatz des THW in Meppen beendet. Die Verpflegung der eingesetzten Kräfte wurde bereits Ende September an die Bundeswehr übertragen.

Der zweite Tätigkeitsschwerpunkt war die Wasserförderung. Die THW-Kräfte bauten auf Anforderung der Bundeswehrfeuerwehr auf dem Gelände der WTD 91 in Meppen drei Pumpstrecken über mehrere Kilometer Länge auf, um die eingesetzten Feuerwehren bei den Löscharbeiten zu unterstützen. Die THW-Helferinnen und Helfer bauten Schlauchbrücken aus dem Einsatzgerüst-System auf, damit Straßen, über die die Förderstrecke ging, weiterhin frei befahrbar blieben. Tag und Nacht wurden bis zu 20.000 Liter Wasser pro Minute transportiert Zudem kontrollierten die Ehrenamtlichen die Wasserstände mit dem mobilen Hochwasserpegel. Damit maßen die Helferinnen und Helfer die Wasserpegel der Gewässer und schützten diese so vor einer übermäßigen Entnahme von Wasser. Sechs Fachgruppen Wasserschaden/ Pumpen und die Technik des mobilen Hochwasserpegels aus NRW kamen hier zum Einsatz.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer leisteten Unterstützung in den Bereichen Führung und Kommunikation. So richteten zwei Weitverkehrstrupps mit ihren Mastkraftwagen Richtfunkverbindungen ein, um der Einsatzleitung Telefon- und Internetzugang bereit zu stellen. Zudem verlegten THWler Kabel für den Betrieb von Feldtelefonen. Fachberaterinnen und Fachberater waren in der Einsatzleitung, um das Leistungsspektrum des THW zu vermitteln.

Ferner übernahmen Ortsverbände zahlreiche Transportfahrten nach oder von Meppen. In hauptamtlichen Dienststellen, unter anderem der Dienststelle des Landesbeauftragten für NRW, waren Leitungs- und Koordinierungsstäbe eingerichtet, um organisatorische und administrative Aufgaben wahrzunehmen.

Insgesamt leisteten über 550 Ehrenamtliche aus 50 Ortsverbänden des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen mehr als 39.000 Stunden bei der Bekämpfung des Moorbrandes (Stand: 12.10.18).

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Zusatzinformationen

Mehr zum Ereignis

Mehr zur Region

Archiv

Hier können sie nach Einsätzen suchen.

Archivsuche

Navigation und Service