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Zwei neue Fahrzeuge und ein bekanntes Gesicht

Im Herbst 2017 erhielt der Ortsverband Gronau einen neuen LKW sowie einen neuen Notstromerzeuger mit 200kVA Leistung. Der Landesbeauftragte Dr. Hans-Ingo Schliwienski übergab die beiden Fahrzeuge bei einer Feierstunde am 6. April offiziell an die Ehrenamtlichen. Die Fahrzeugsegnung nahm mit Pater Florian Maria Lim ein Geistlicher vor, der sich von 2001 bis 2005 selbst im Ortsverband engagierte.

Die Begrüßung erfolgte ganz westfälisch-klassisch durch einen „Kiepenkerl“, der mit Schnaps und Mettwurst und lustigen „Dönekes“ die Gäste umsorgte. Dabei handelte es sich um den in Gronau bekannten Georg Frieler, der in den 1950er Jahren im THW Gronau aktiv war und zu den Helfern der allerersten Stunde gehörte.

Den offiziellen Teil des Abends leitete Gronaus THW-Ortsbeauftragter Lutz Schabbing ein, der sich insbesondere bei der Politik für die Finanzierung der neuen Fahrzeuge bedankte. Diesem Dank schloss sich Schliwienski an und wies darauf hin, dass in diesem Jahr 230 und in den nächsten Jahren insgesamt 800 neue Fahrzeuge bundesweit für das THW beschafft werden. „Ich habe den Eindruck, dass die beiden neuen Fahrzeuge hier in Gronau sehr gut aufgehoben sind – selbst die älteren Fahrzeuge auf dem Hof sind in einem hervorragenden Zustand, wie ich vorhin selbst beobachten konnte“, so Schliwienski. 

Schliwienski übergab die Schlüssel für den Mannschaftslastwagen IV (MLW IV) und die Netzersatzanlage an die jeweiligen Gruppenführer. Der MLW4 wird die Helferinnen und Helfer der Bergungsgruppe 2 mit deren Rettungsgeräten und Werkzeugen transportieren; der Stromerzeuger der Fachgruppe Elektroversorgung liefert soviel elektrische Leistung, dass z.B. ganze Straßenzüge mit Strom versorgt werden können. Gerade den Gronauern sind die Notstromerzeuger des THW aus dem Schneechaos 2005 noch ein Begriff.

Für die Segnung der Fahrzeuge reiste Pater Lim aus seinem Heimatorden in Maria Bronnen nahe Freiburg an. In seiner Rede nahm er Bezug auf seine Zeit im THW und die Einsätze und Übungen, an denen er aktiv teilnahm. Neben dem Abzeichen der Augustiner Chorherren trug er seine beiden Einsatzmedaillen aus dem Elbe-Hochwasser 2002 am Revers. Das Paulus-Wort „Einer trage des anderen Last“ konnte er in seiner Andacht bildlich auf die Arbeit im THW übertragen. Dass die Fahrzeuge von einem ehemaligen THW-Helfer gesegnet wurden, das hatte der Landesbeauftragte in seinen über 30 Dienstjahren im THW auch noch nicht erlebt.

Die Gronauer Bürgermeisterin Sonja Jürgens lobte in ihrer Begrüßungsrede die Arbeit des Gronauer THW. Die Stadt sei sehr froh über die Arbeit des THW, wo Jugendarbeit und Kameradschaft stets groß geschrieben werde. „Das THW ist immer zur Stelle, egal ob Hochwasser im eigenen Ort, Ölschäden aus Kavernen oder eine fordernde Flüchtlingssituation“. Augenzwinkernd resümierte sie: „THW-Strom ist blau!“.

Ingrid Arndt-Brauer, Mitglied des Bundestages und Vorsitzende des Finanzausschusses, nahm den Dank der Vorredner zu den Finanzmitteln aus Berlin für das THW gerne an. Das Geld sei sehr gut ausgegeben, die freiwillige Arbeit der ehrenamtlichen Kräfte sei alles andere als selbstverständlich. „Für solche Einsatzfahrzeuge treibt man doch gerne Steuern ein“, ließ sie schmunzeln vernehmen.

Dennis Franke, der als Gruppenführer den neuen MLW IV mit seiner Gruppe benutzen wird, hatte noch eine Überraschung für seine Vorgänger, Dr. Jens Jansen und Josef Bätker, vorbereitet: eine Collage des Vorgängerfahrzeugs, dem Gerätekraftwagen 2. Dieses wurde aufgrund seines damaligen Kennzeichens „BOR-8000“ von den Gronauer THWlern nur „der 8000er“ genannt.

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