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Ein Jahr Landessprecher-Team: Ein Rück- und Ausblick

Ortsbeauftragte und Helfersprecher haben am 11.März 2017 Bernd Springer zum Landessprecher für NRW sowie Michael-Franz Knobloch und Martin Zeidler zu seinen Stellvertretern gewählt. Das Landessprecher-Team wirft in folgendem Beitrag nun einen Blick zurück und schaut nach vorne.

Von Beginn an haben wir, die Gewählten, uns als Team vorgestellt und unsere Arbeit auf mehrere starke Schultern verteilt. Heute wollen wir eine erste Bilanz ziehen und möchten dies zukünftig als regelmäßige Zwischenbilanzen, mindestens drei Mal im Jahr, wiederholen. 

Ein zentrales Thema unserer Arbeit waren erwartungsgemäß die Selbstbewirtschaftungsmittel. Nach den spürbaren Aufwüchsen in 2017 waren wir um die Entwicklung der Möglichkeiten in den Ortsverbänden bemüht. Leider hat die schwierige Regierungsfindung diese Bestrebungen etwas gelähmt, aber wir sind hier weiter auf einem guten Weg.

Besonders am Herzen lag uns auch die Validierung der wichtigen Instrumente für die Mitwirkung und Mitgestaltung der Helferinnen und Helfer im THW – die Mitwirkungsverordnung, sowie die Mitwirkungs- und Mitgestaltungsrichtlinie. Hier haben wir in vielen Gesprächen und breiten Abfragen die Wünsche und Vorschläge aus euren Reihen erhoben und die Überarbeitung zum Beschluss im Bundesausschuss im April vorgelegt.

Der aktuelle Stellenaufwuchs im THW gibt Handlungsspieleraum in den Bereichen Ehrenamt, Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Jugend und Bindung und Gewinnung von THW-Kräften. Ziel  ist  es,  die  Ortsverbände  bestmöglich  zu  betreuen, neue Wege aufzuzeigen sowie Anregungen und konkrete Umsetzungshilfen zu geben. Dabei gilt es, den Kontakt zwischen Regionalstelle und den Ortsverbänden zu begleiten. Durch die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Regionalstellen kommt es teilweise zu diversen und verschiedensten Berührungspunkten, so dass teilweise der Eindruck entstehen kann, dass derzeit eher eine Belastung für die Ortsverbände zu spüren ist. Hier gab es einige klärende Gespräche und Hinweise, wie man diese Schnittstelle besser ausgestalten kann. Dieses Thema wurde von uns auch auf der letzten landesweiten Tagung der Regionalstellenleiter eingebracht. Gerade hier in der Phase der Neuausrichtung gilt der Aufruf, sich bei uns zu melden, wenn es vor Ort Gesprächsbedarf gibt.

Einen breiten Raum in unserer Arbeit nahm die Umsetzung des THW-Rahmenkonzeptes ein. Zurzeit erarbeitet die THW-Leitung die Leitlinien, mit denen festgelegt wird, welche Fachgruppe künftig welche Aufgabe übernehmen soll. Danach folgt die Erarbeitung einer neuen Stärke- und Ausstattungsnachweisung, in der das Personal und die Ausstattung für die jeweilige THW-Teileinheit festgelegt ist. Ein weiteres Instrument, die OV-Analyse II, haben die Leiter der Regionalstellen mit den Ortsverbänden aufgearbeitet. Ziel wird es sein, durch den Landesausschuss dem Landesbeauftragten einen Vorschlag zu unterbreiten, wie das THW in NRW zukünftig aufgestellt sein soll.

Auf dem Weg zu diesem Vorschlag gilt es Problemfelder mit den Ortsverbänden und den Regionalstellen zu klären. Hierzu sind zentrale Fragen zu klären, wie zum Beispiel:

Was machen wir, wenn ein Ortsverband viel weniger einsatzbefähigte Kräfte zur Verfügung hat als er zur Besetzung seiner Einheiten bzw. Fachgruppen benötigt?

Hier haben wir als Landessprecher-Team eine klare Antwort: Wir wollen, dass ein Ortsverband, der Schwächen hat, gestärkt wird. Nicht Einheiten wegnehmen, wenn zu wenig Einsatzkräfte da sind, sondern dafür sorgen, dass der Ortsverband neue Einsatzkräfte gewinnen kann. Denn wir wollen uns als gewählte Vertreter des Ehrenamtes dafür einsetzen, dass das THW weiter wachsen kann.

Im Landesausschuss konnten wie die Vorstellung der neuen Erdbaugeräte der Fachgruppe Räumen erreichen. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass Ausbildung das Schwerpunktthema der nächsten Sitzung des Landesauschusses ist. Die Ausbildungszentren dürfen hier nicht zu einem Nadelöhr werden. Dazu setzen wir uns intensiv dafür ein, dass Ausbildungsinhalte auf die regionale Ebene verlagert werden. Hierfür sind Stellen und Mittel in den Regionalstellen vorhanden und mit Sicherheit auch ehrenamtliche Kapazitäten vorhanden. So könnte z.B. die Unterführer-Ausbildung dezentral durchgeführt werden und auf beiden Seiten zur Entlastung führen.

Wir können leider nicht in aller Ausführlichkeit über alle Themen berichten, die uns umgetrieben haben. In Stichworten daher noch ein paar besondere Themen:

  • Klärung Vorschlagswahl der Ortbeauftragten: Hier galt es, den Kreis der Wahlberechtigten zu klären und festzulegen
  • Helferbindung der anderen Art: Bisher wurden Helferinnen und Helfer nach dem Austritt aus dem THW in THWin anonymisiert. Hier sollten die Daten erhalten bleiben, um ein späteren Kontakt zu erhalten und zu ermöglichen
  • Handreichungen für die Ortsverbände ausweiten und zentral verfügbar machen: Für viele Themen in den Ortsverbänden bietet das THW hilfreiche Handreichungen an (z.B. Durchführung von Veranstaltungen). Hier soll das Angebot ausgeweitet und leichter verfügbar gemacht werden
  • Anpassung der Liegenschaften an die wachsenden Anforderungen und Ansprüche: Intensive Gespräche und enge Abstimmung mit der BImA
  • Kampagne zur Gewinnung von Einsatzkräften

Für 2018 haben wir uns wieder vorgenommen, alle Regionalstellen zu besuchen und mit den Ortsbeauftragten und Helfersprecherinnen und Helfersprechern Gespräche führen. Begonnen wurde mit dem Format schon in der letzten Wahlperiode und es wurde sehr gut angenommen. Für uns sind diese Besuche wichtig, um sicherstellen, dass wir nicht unsere Meinung in den Gremien vertreten, sondern die Meinung aus den ehrenamtlichen Ortsverbänden unseres Landesverbandes. Die guten Erfahrungen, die wir aus der Kombination von Ortsbeauftragten und Helfersprechern mitgenommen haben, führen dazu, dass dieses Format in Kürze auch in anderen Landes- bzw. Länderverbänden eingeführt wird. Neben diesen Gesprächen auf  regionaler Ebene nehmen wir weiterhin auch an den landesweiten Terminen der Ortsbeauftragten teil und tragen unsere Punkte vor, bzw. fragen die Teilnehmenden nach ihrer Meinung.

Bei aller Gremien- und Verbandsarbeit auf allen Ebenen und im politischen Bereich bleibt für uns die Arbeit an der Basis von großer Bedeutung. Als „Sprecher“ wollen wir für die Helferinnen und Helfer sprechen, mit den Helferinnen und Helfern sprechen und dafür sorgen, dass miteinander gesprochen wird. Es bleibt wichtig, dass wir für Krisengespräche vor Ort zur Verfügung stehen und dies tun wir auf Basis des Beschwerdemanagement. Die Entwicklung des Beschwerdemanagements wurde von uns intensiv begleitet und letztlich ist die Einbindung der Landessprecher, informell oder aktiv, bei Beschwerden auf jeder Ebene, ein großer Erfolg.

Die Landessprecher werden in Kürze eine Zukunftswerkstatt vorstellen. Die Zukunftswerkstatt ist die erste Möglichkeit für die ehrenamtliche Basis Ideen, neue Ansätze und kreative Vorschläge einzubringen. Wir hoffen, so auf eine breite Beteiligung in der Entwicklung des THW und Sicherung unserer besonderen Möglichkeiten.

Unsere Aktivitäten erfahren Anerkennung wie z. B. bei der landesweiten Helfersprecher-Tagung oder auch bei anderen Anlässen und Veranstaltungen. Wir sind aber nicht angetreten, um gelobt zu werden und bleiben gerne auch für konstruktive Anregungen offen.

Wir werden auf der Homepage des Landesverbandes weiter über unsere Arbeit berichten. Auf unserem Facebook-Auftritt halten wir euch zeitnah auf dem Laufenden und teilen unsere Arbeit mit euch. Folgt uns dort gerne und informiert euch hier und im Extranet über die Einzelheiten. 

Ulrich Mühlenbeck für das Landessprecher-Team

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