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Verlagerte Standortausbildung in Wesel

„Wir sind jederzeit bereit, in Deutschland und weltweit zu helfen“, so lautet der erste der zehn Leitsätzen des THW. Um wie bei den aktuellen Unwettern, im Rahmen der Flüchtlingshilfe oder nach dem Erdbeben in Nepal helfen zu können, bedarf es gründlicher Ausbildung. Der Ortsverband Gronau nutzte das vergangene Wochenende zur verlagerten Standortausbildung in Wesel.

Die Bereitschaft Menschen zu helfen, zeichnet alle THW-Angehörigen aus. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Für THW-Präsident Broemme zählt hier die Einstellung: „Die Einsatzbereitschaft ist eine Frage der inneren Einstellung. Denn die innere Einstellung führt dazu, dass Helferinnen und Helfer regelmäßig Übungen und Ausbildungen besuchen.“

Es ist Tradition beim THW Gronau, dass einmal im Jahr eine verlagerte Standortausbildung durchgeführt wird. Und so ging es in diesem Jahr wieder auf das Übungsgelände nach Wesel. Zwanzig Helferinnen und Helfer, darüber hinaus 14 Jugendliche übten das, was ihnen Monate zuvor in der Theorie beigebracht wurde. Zugführer Torsten Lammers hatte mit seinen Gruppenführern im Vorfeld das Übungsszenario erstellt. Gleich bei Ankunft auf dem Übungsplatz am vergangenen Freitagabend zeigten die THWler ihr Können. Das Drehbuch  sah eine Großschadenslage nach einem illegalen Autorennen vor und mehrere Verletzte wurden gerettet. Die Suche und die Ortung Verschütteter sowie deren Bergung unter Zuhilfenahme eines ausgebildeten Rettungshundes spielten eine wesentliche Rolle. Für die realistische Darstellung sorgte Jugendbetreuerin Meike Kemper, die die Verletztendarsteller mit Theaterschminke auf ihren Einsatz vorbereitete.

Am Samstag war das Brennschneiden sowie das Abseilen und Retten aus Höhen das Übungsziel. Dem folgte eine ausgedehnte Übung, bei der eine Gasexplosion simuliert wurde. Hier war der Einsatz unter schwerem Atemschutz gefragt. Neben eingesetzten Dummies stellten aufwändig geschminkte Jugendliche der Jugendgruppe die Verletzten dar.

Am Sonntagvormittag fuhren die Übungsteilnehmenden mit ihren Fahrzeugen und dem Gerät wieder zurück nach Gronau und meldeten der Kreisleitstelle um die Mittagszeit wieder die Einsatzbereitschaft des Technischen Zuges. Die Verpflegungszubereitung lag während der gesamten Übung in den Händen von Martin Hartmann und seinen ebenfalls ehrenamtlichen Kräften.

Hans Dieter Meyer, OV Gronau

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