Hauptnavigation

Von der Trinkwasseraufbereitungsanlage in den Wasserhahn

Wie bekomme ich aufbereitetes Trinkwasser in die Hausleitung? Wie können sich die Fachgruppe Trinkwasserversorgung (FGr TW) und Fachgruppe Infrastruktur (FGr I) am Besten unterstützen? Diese und viele andere Fragen klärten 54 THWler bei einer landesweiten Übung im Mai auf dem Übungsgelände in Münster-Handorf. Ziel der Übung war es zum einen die einsatztaktischen Schnittstellen herauszuarbeiten, um im Einsatzfall optimal zusammenarbeiten zu können. Zum anderen einen Austausch innerhalb der Fachgruppen herzustellen, um dadurch die Fachausbildung zu vertiefen.

Bereits am Mittwochabend bauten die Helferinnen und Helfer das Camp und die Trinkwasseraufbereitungsanlage TWA UF15 auf. Am Donnerstag begann die Fortbildung der Einsatzkräfte mit einem Vortrag über die Grundlagen der Elektrotechnik von Joel Klaßen, Prüfer der Geschäftsstelle Bielefeld. Anschließend setzten die Helfer aus den Ortsverbänden Lemgo und Ibbenbüren den Aufbau der Trinkwasseraufbereitungsanlage und des Labors fort und nahmen diese in Betrieb. 

Die Helferinnen und Helfer der Fachgruppen Infrastruktur aus den Ortsverbänden Köln Nord-West, Hilden, Lüdenscheid, Waltrop, Duisburg und Beuel begannen mit dem ersten praktischen Ausbildungsabschnitt. Dieser bestand aus der Herrichtung von zwei Containern. Sie verkleideten deren Wände, stellten die Stromzufuhr sicher und verlegten Wasserzuleitungen.

Währenddessen fehlte an der Trinkwasseraufbereitungsanlage noch das Wasser, um die Wasseraufbereitung zu starten. Die Einsatzkräfte des Ortsverbandes Hilden bauten mit Hilfe des Einsatz-Gerüstsystem (EGS) eine Überquerung über eine kleine Straße, die am Wochenende Fahrradfahrer und Reiter rege nutzten.

Am Freitag führte ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Münster eine Hygienebelehrung für die Fachgruppe Trinkwasserversorgung durch; zudem befähigt diese auch bei der Ausgabe oder Zubereitung von Lebensmitteln unterstützend tätig zu sein.

Dem schloss sich die Ausbildung an vier Stationen an. An der ersten Station wurde die Trinkwasseraufbereitungsanlage und das Labor erklärt. Bei der zweiten Station ging es um die Verlegung von Rohren. Die Errichtung von Straßenquerungen mittels EGS und anderen Ausrüstungsgegenständen war der Schwerpunkt an der dritten Station. Während an Station vier die Inbetriebnahme eines Stromerzeugers im Isolationsbetrieb, sowie die Spannungsmessung und die Maßnahmen zur Einhaltung der Sicherheitsregeln im Elektrobereich vermittelt wurden.

Der Landesbeauftragte für Nordrhein-Westfalen, Herr Dr. Ingo Schliwienski, und der Referatsleiter Einsatz, Nicolas Hefner, ließen sich nicht nehmen die Übung zu besuchen und sich die Stationsausbildung anzuschauen.

Der Samstag wurde genutzt, um die Arbeiten an den Containern zu beenden und um die Einsatzkräfte an der Trinkwasseranlage weiter auszubilden. Zusätzlich setzten sie eine Abwasserleitung instand. 

Die Einsatzkräfte der Fachgruppen arbeiteten das ganze Wochenende engagiert und motiviert an den gestellten Übungsaufgaben. Der fachliche Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Ortsverbänden funktionierten reibungslos, so das Fazit der Übungsleitung.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Zusatzinformationen

Mehr zur Region

Archiv

Hier können sie nach Ausbildungen suchen.

Archivsuche

Navigation und Service