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Taucher üben international

„Taucher zu Wasser“ hieß es am 9. Juni bei der ersten gemeinsamen Übung der Feuerwehrtauchergruppen aus den grenznahen Bereichen der Niederlande und Belgiens mit den THW-Bergungstauchern aus Aachen. Ziel war das gegenseitige Kennenlernen der Vorgehensweisen bei Taucheinsätzen. 

Im Notfall zählt jede Sekunde und schnelle Hilfe ist lebenswichtig. In einer Grenzregion wie der Euregio Maas-Rhein können ausländische Dienste schneller zur Stelle sein als die eigenen. Daher kooperieren Behörden und Organisationen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland eng.

Die Aachener THW-Bergungstaucher Aachen sind in der Städteregion Aachen bereits fester Bestandteil der örtlichen Gefahrenabwehr. Mit ihren technischen Möglichkeiten können sie auch in den Nachbarländern die Einsatzoptionen im Bereich der Unterwasserarbeiten ergänzen. Mit der Veranstaltung im belgischen Beringen wird die Vernetzung der Tauchergruppen aus den drei Ländern vorangebracht, damit diese bei größeren Schadenslagen künftig grenzüberschreitend eingesetzt werden können.

Die sechs teilnehmenden Einheiten hatten zunächst eine Person aus einem ins Wasser gestürzten Fahrzeug zu retten. Nacheinander arbeiteten die Tauchergruppen das Szenario unter den aufmerksamen Blicken der anderen Einheiten ab. Im Anschluss war die Rettung eines verunfallten Feuerwehr- oder THW-Bergungstauchers – das so genannte Notfallverfahren – zu absolvieren.

Die Übungsteilnehmenden und Beobachter stellten im Verlauf der Veranstaltung fest, dass die Vorgehens- und Arbeitsweisen der einzelnen Einheiten sehr ähnlich sind. Somit sind bei einem realen Einsatz keine Erschwernisse in der Zusammenarbeit zu erwarten.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Limburg-Noord,  Zuid-Limburg (Niederlande), Maasmechelen, Liége,  Genk (Belgien) und der Bergungstauchereinheit des THW- Ortsverbandes Aachen tauschten sich nach den praktischen Übungen aus und erläuterten Details zur Vorgehensweise, Taktik und insbesondere den einzuhaltenden Sicherheitsbestimmungen.

Initiiert wurde die grenzüberschreitende Übung vom  Projektbüro der Euregio Maas-Rhijn Incidentenbestijding en Crisisbeheersing (EMRIC). EMRIC ist ein Verband von Behörden, die für den Brandschutz, technische Hilfeleistung und Rettungsdienst in ihrem Bereich zuständig sind. Die Feuerwehr der Stadt Aachen, die Ordnungsämter des Kreises Heinsberg und der Städteregion Aachen, die belgische Provinz Limburg und die Veiligheidsregio Zuid-Limburg in den Niederlanden sind Träger von EMRIC. Neben diesen Partnern arbeiten noch rund 30 Organisationen und Behörden mit dem EMRIC-Verband zusammen. So auch das Technische Hilfswerk, genauer gesagt die Geschäftsstelle Aachen. EMRIC ermöglicht die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Gefahrenabwehr, denn aufgrund unterschiedlicher Systeme und gesetzlicher Grundlagen in den drei Ländern müssen Regelungen getroffen werden, damit ein Einsatzfahrzeug die Grenze überqueren darf.

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