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Rot und blau üben Hand in Hand

Im Einsatz müssen die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW gut zusammenarbeiten und sich fast blind verstehen. Was liegt da näher, als auch Übungen zusammen abzuhalten? Die sehr gute Partnerschaft zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Gronau und dem Technischen Hilfswerk Gronau zeigte sich am Wochenende vom 7. Bis zum 9. Juli auf dem Übungsgelände Wesel.

Das Gronauer THW, angetreten mit 32 Helferinnen und Helfern sowie 15 Jugendlichen aus der Jugendgruppe fuhr am Freitag mit elf Feuerwehr-Frauen und -Männern auf das Gelände mit Trümmerhäusern, Bahngleisen, Tunneln, Kellern, einem Löschteich und vielem mehr, was Katastrophenschützer zum Üben einlädt.

Das THW Gronau fährt traditionell jedes Jahr im Sommer zur Wochenendübung. Die Feuerwehr Gronau kam gerne mit und brachte neben zwei Löschfahrzeugen auch den neuen Schlauchwagen mit insgesamt über 2000m Schläuchen mit. Direkt nach der Ankunft wurde das Fahrzeug auch gleich eingesetzt: die Feuerwehr baute eine gut 500m lange Strecke aus zwei Schläuchen zur  Wasserförderung auf und legte den Löschteich des Übungsgeländes trocken. Der Technische Berater Hochwasserschutz und Deichverteidigung des THW Gronau, Christian Langermann, hatte nämlich für Samstag eine gemeinsame Übung für die Hochwasser-Abwehr geplant. Dafür füllten die Gronauer THW-Kräfte am Freitagabend die Sandsäcke. Währenddessen rettete die THW-Jugendgruppe „Verletzte“ aus den Trümmerhaufen. Diese stellten sich zur Freude aller Beteiligten schnell als große Palette Schokoküsse heraus, welche im Anschluss schnell verputzt waren.

Am Samstag bildete die Feuerwehr die Gronauer THWler an den großen Pumpen aus und erläuterte die technischen Feinheiten einer viele hundert Meter langen Schlauchleitung, die auch noch gut vier Höhenmeter überwinden musste, um einen Kesselwagen auf einem Bahngleis zu füllen. Das THW unterrichtete das Heben von Lasten mit schwerem Gerät. Und die Jugendgruppe lernte, wie Personen aus hohen Gebäuden gerettet werden können.

Am Nachmittag wurden zwei Sandsack-Deiche im leergepumpten Löschteich erstellt. Eine Kette aus allen Ehrenamtlichen beförderte die schweren Säcke in das Teichbecken. Nach gut 40 Minuten Arbeit wurde als Belastungsprobe Wasser zwischen beide Dämme aus über 600 Sandsäcken gepumpt. Die Feuerwehr konnte beweisen, dass sie in dieser Disziplin genauso fit sind wie ihre „blauen“ Kameraden: die Feuerwehr-Sandsackwand bildete eine noch etwas dichtere Wassersperre als der THW-Damm. Ein toller Beweis für die erfolgreiche Ausbildung.

Schwer zu schaffen machte allen Beteiligten das Wetter: bei knapp 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit wurde alle 15 Minuten eine Pause eingelegt und getrunken, die Feuerwehr kühlte extra mit versprühtem Wasser. Nass geschwitzt waren am Ende aber trotzdem alle. Lange Erholung gab es dennoch noch nicht. THW-Gruppenführer Martin Tüpker hatte noch eine Einsatzübung mit simuliertem Häuserbrand nach einer Explosion geplant. THW-Jugendbetreuerin Meike Kemper hatte sechs Jugendliche zum Teil erschreckend echt als Verletzte geschminkt. Unter schwerem Atemschutz suchten und retteten gemischte Teams aus Feuerwehr und THW die Jugendlichen aus den blickdicht vernebelten Gebäuden und Kellern - bei der Hitze eine belastende Arbeit.

Am Sonntag wurde das Gelände wieder aufgeräumt und die gebrauchten Geräte gereinigt und gepflegt, bevor der Heimweg nach Gronau angetreten wurde. Beide Organisationen wollen auch in Zukunft wieder zusammen üben – denn im nächsten Einsatz trifft man sich bestimmt wieder.

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