Hauptnavigation

Hochwasserschutz: Großübung in Duisburg

Rund 300 ehrenamtliche Einsatzkräfte probten am Samstag unter Leitung des Technischen Hilfswerks den Hochwasserschutz. Die Übung fand auf Duisburger Stadtgebiet statt und wurde von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg unterstützt. Neben Helferinnen und Helfern aus 17 Ortsverbänden waren die Freiwillige Feuerwehr und die Johanniter-Unfall-Hilfe Duisburg beteiligt.

„Heftige Niederschläge in Süd- und Mitteldeutschland führten zu einem starken Anstieg des Rheinpegels. In der Folge droht ein Deichabschnitt in Duisburg-Rheinheim überspült zu werden sowie ein Klärwerk in Friemersheim auszufallen“, so lautete das fiktive Szenario, welches sich die Übungsleitung ausgedacht hatte.

Die Lösungen für beide Fälle klingen denkbar einfach: Während in Rheinheim der Deich auf 200 Metern Länge um einen halben Meter erhöht werden muss, gilt es in Friemersheim die Wassermassen aus der Roos in den Rhein abzuleiten.

So einfach ist es dann aber doch nicht: 300 ehrenamtliche Einsatzkräfte, 40 zu führende Teileinheiten, 17 beteiligte THW-Ortsverbände, 83 Fahrzeuge, 12.000 Sandsäcke, 80 Big-Packs, 15 Millionen Liter zu pumpendes Wasser, 325 Tonnen Sand, 40 Personen in der Übungsleitung oder als Schiedsrichter, sechs Führungsstellen, fünf Stromerzeuger, mehrere Boote, je zwei Sandsackfüllmaschinen und Big-Pack-Füllschaufeln. Die Zahlen zeigen, wie viel Aufwand für die Lösungen notwendig ist. Die Fachgruppe Führung/ Kommunikation koordinierte diese Maßnahmen.

Der Aufbau und Betrieb eines Sandsackfüllplatzes beschäftigte Bergungsgruppen und die Fachgruppen Räumen in Zusammenarbeit mit dem Löschzug 310. Im Anschluss wurden die Sandsäcke und Big-Packs zum Verbau an den Deich transportiert. Die Fachgruppen Wasserschaden/ Pumpen und Elektroversorgung wurden an die Roos nach Friemersheim beordert, wo sie mit Hilfe der Fachgruppe Wassergefahren die Pumparbeiten einleiteten. Die Düsseldorfer Fachgruppe Logistik kümmerte sich neben der Verpflegung auch um im Übungsverlauf auftretende Defekte an Fahrzeugen und Geräten oder notwendige Betankungen. Ins Szenario eingebunden, stand die Johanniter-Unfall-Hilfe bereit, um die medizinische Versorgung der Kräfte zu gewährleisten.

Am Nachmittag wurde die Übung wegen anhaltender Regenfälle zum Wohle der Einsatzkräfte vorzeitig beendet.  

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Zusatzinformationen

Mehr zur Region

Archiv

Hier können sie nach Ausbildungen suchen.

Archivsuche

Navigation und Service