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Explosion im Wohngebiet

Der THW-Ortsverband Duisburg rückte am 4. November mit drei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg, der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) und der Ambulante Erst-Versorgung e.V. (AEV) zur gemeinsamen Übung nach Wesel aus. Nach einer fiktiven Bombenexplosion suchten 107 Einsatzkräfte gemeinsam nach Überlebenden.

Die Explosion eines 20 Zentner-Blindgängers zeichnet den Straßenzug. Fast alle Gebäude sind eingestürzt und Trümmerfelder säumen den Weg. Wie viele Menschen in diesem Bereich noch vermisst werden, ist unklar. Nur eins ist sicher – THW, Feuerwehr und Rettungsdienst nehmen gemeinsam die Arbeit auf, um Leben zu retten. 

Ein Szenario, welches zu den Standardaufgaben des THW zählt und gerade deshalb ist es für alle Einheiten notwendig, solche Situationen immer wieder zu trainieren. Im Einsatzfall müssen Kommunikation und technische Vorgehensweise sitzen; auch die Zusammenarbeit  mit anderen Organisationen ist Grundlage einer erfolgreichen Hilfeleistung.

Am frühen Samstagmorgen machten sich die Einheiten auf den Weg. In einem Marschverband aus 19 Fahrzeugen fuhren die Helferinnen und Helfer das THW-Übungsgelände in Wesel an. Die Bergungsgruppen des THW und die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr arbeiteten sich aus zwei Richtungen durch das zerstörte Gebiet aufeinander zu durch. Insgesamt 15 Einsatzstellen gab es zu bewältigen. Die Fachgruppe Räumen schaffte mit ihrem Bergeräumgerät Trümmer aus dem Weg, um die Zufahrt für die weiteren Einsatzfahrzeuge überhaupt zu ermöglichen.

Trümmerkegel und teilzerstörte Gebäude erforderten unterschiedliche Maßnahmen und Techniken zur Menschenrettung. Die Gruppen suchten ihre Einsatzstellen schematisch ab, schafften mit Muskelkraft Zugänge zu Hohlräumen und überwanden Etagen. Während das THW aus den oberen Stockwerken der Gebäude Verletzte über eine schiefe Ebene rettete, hatte die Feuerwehr auch mit einem verunfallten Schulbus mit 13 verletzten Kindern zu kämpfen. Sobald Personen befreit wurden, übernahm der Rettungsdienst aus JUH und AEV die Erstversorgung und den Abtransport.

Nach einer Mittagspause stand ein Schulgebäude im Zentrum der Übung. Gemäß Szenario hatte hier die Explosion dazu geführt, dass Schüler und Betreuer eingeschlossen waren. Es war von Verletzten auszugehen. Die Trupps von Feuerwehr und THW mussten alternative Zugänge zum Gebäude schaffen. Durch den verrauchten Keller fanden die Einsatzkräfte unter Atemschutz den Weg in die Räumlichkeiten. Blockierte Wege innerhalb des Gebäudes erschwerten es, den Überblick zu gewinnen und erforderten geplantes Vorgehen und viel Kommunikation. Auf allen Ebenen fanden sich Verletzte, die zu Sammelstellen auf den einzelnen Etagen verbracht wurden, um von dort deren Rettung einzuleiten. Leicht Verletzte wurden von der Feuerwehr über eine Leiter aus den oberen Etagen befreit. Für die schweren Fälle führte das THW die patientengerechte Rettung mittels Leiterhebel durch.

Insgesamt konnten an diesem Tag alle 40 Verletzten gerettet und versorgt werden. Neben Übungspuppen sorgten Kinder und Jugendlichen der THW-AG, die durch die Johanniter realitätsnah geschminkt wurden, als Verletztendarsteller für den nötigen Realismus.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

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