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Hilfe für Tukastan – EU-Experten üben in Siegen

Überschwemmungen und ein Erdbeben beschäftigten vom 6. bis 8.Mai die rund 75 Teilnehmenden aus 15 Ländern an der EU-Stabsrahmenübung ModTTX. Unter der Leitung des Auslandsreferats der THW-Leitung unterstützten 26 THW-Kräfte aus dem Ortsverband Siegen die Vorbereitung und Durchführung der Übung.

Angenommen wurden Überschwemmungen und ein starkes Erdbeben im fiktiven Land Tukastan. Die dortigen Behörden hatten die Europäische Union um Hilfe gebeten. Mit verschiedenen „Flügen" trafen daraufhin rund zwei Dutzend Experten des europäischen Zivilschutzes am internationalen Flughafen von Claustan in Tukastan ein. Dieser war natürlich nur simuliert und befand sich auf der Liegenschaft des Ortsverbandes.

Die Übungsteilnehmer hatten nach ihrer Ankunft zunächst die obligatorischen Einreise- und Zollkontrollen zu passieren. In der "Ankunftshalle" fand die entsprechende Registrierung statt. Dort musste auch Bargeld in lokale Währung eingetauscht werden, um z.B. landesübliche Telefonkarten zu kaufen. Der dazu befugte Kiosk in der Flughafenhalle vermittelte darüber hinaus auch Transportfahrten im Land und versorgte die Teilnehmenden mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser.

Die eigentliche Aufgabe der Übenden bestand erst einmal im Sammeln von Informationen. Wo ist was genau passiert? Welche Schäden sind durch das Erdbeben und die Überschwemmungen entstanden? Wo könnten ausländische Hilfskräfte sinnvoll unterstützen? Unter den oftmals vorherrschenden, durch die Katastrophe erschwerten Bedingungen, ist dies keine einfache Aufgabe. Eine Möglichkeit hierzu ist der Austausch mit lokalen Einsatzleitern. Damit auch dies möglichst authentisch erfolgen konnte, unterstützten Mitarbeiter der Berufsfeuerwehren Dortmund und Frankfurt.

Im nächsten Schritt wurden die gewonnenen Informationen ausgewertet und die notwendigen Abstimmungen mit den am Einsatz beteiligten Stellen durchgeführt. Auf dieser Basis waren dann die konkreten Hilfseinsätze der anreisenden Einsatzeinheiten (Module) vorzubereiten.

Gesteuert wurden alle diese Aktivitäten durch eine international besetzte Übungsleitung. Deren Mitglieder sind erfahrene Experten im Zivil- und Katastrophenschutz. Sie verfügen darüber hinaus über die notwendige Expertise für die Besonderheiten bei Auslandseinsätzen.  Zusätzlich waren zahlreiche Trainer und Beobachter eingesetzt, die den Übungsfortschritt dokumentiert und zum Abschluss der Veranstaltung entsprechend ausgewertet haben. Die Ergebnisse dieser als erfolgreich bewerteten Übung fließen jetzt in die weiteren Auslandsaktivitäten ein.

Bei der „ModTTX" (Modules Table Top Exercises) handelt es sich um eine Stabsrahmenübungen für Führungspersonal aus EU-Einsatzeinheiten, EU-Koordinierungsexperten und Technical Assistance and Support Teams (technische Unterstützerteams). Die Übungen konzentrieren sich auf Abläufe und Prozeduren bei schweren Katastrophen, in denen internationale Hilfe von Nöten ist. Es wird die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden geübt sowie die Kooperation und Koordination zwischen allen Akteuren der beteiligten Staaten und der EU.

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