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Einsatznachsorge

Einsatznachsorgeteam des Landesverbands Nordrhein-Westfalen

Herzrasen, Schlaflosigkeit, Erinnerungslücken, Niedergeschlagenheit? Solche und viele weitere Anzeichen können Symptome dafür sein, dass ein Einsatz nicht verarbeitet werden konnte. Der Bewältigungsmechanismus des Einzelnen reicht dann nicht mehr aus. Welche Ereignisse als besonders belastend empfunden werden, ist individuell sehr verschieden. Sicher ist jedoch: professionelle Hilfe wird benötigt!

Was ist ein Einsatznachsorgeteam?

Ein Einsatznachsorge-Team (ENT) bietet Einsatzkräften Hilfe und Unterstützung an, um belastende Situationen aus dem Einsatz zu verarbeiten. Das ENT setzt sich aus erfahrenen, speziell geschulten Einsatzkräften und psychosozialen Fachkräften des THW zusammen. Geleitet wird das ENT von einer psychosozialen Fachkraft, z.B. Psychologe, Geistlicher. In allen acht THW-Landesverbänden gibt es diese Teams, um eine optimale Betreuung sicherzustellen.

Was macht das ENT?

Das ENT bietet Hilfe und Unterstützung an, um belastende Situationen aus dem Einsatz zu verarbeiten. In Einzel- oder Gruppengesprächen werden belastende Erlebnisse aufgearbeitet. Direkt nach schweren Unfällen und Katastrophen steht das ENT zur Verfügung, um die Einsatzkräfte aufzufangen. Neben der Begleitung von THW-Kräften während und nach Einsätzen, setzt die Arbeit des ENT auch präventiv an. Die Mitglieder des ENT bilden alle Helferinnen und Helfer (u.a. in der Grundausbildung) in Bezug auf mögliche Belastungen, Schutzmechanismen und Unterstützungsmöglichkeiten fort und aus. Zudem schulen sie Führungskräfte bezüglich Fürsorge und Einflussmöglichkeiten auf die psychische Belastbarkeit von Einsatzkräften.

Wie wird das ENT angefordert?

Das ENT des Landesverbands Nordrhein-Westfalen steht allen THW-Angehörigen im Landesverband zur Verfügung. Es kann jederzeit sowohl von den betroffenen Helferinnen und Helfern selbst als auch von den Führungskräften der Ortsverbände über die Rufbereitschaft des Landesverbands alarmiert werden. Möchte eine betroffene Helferin ihren oder ein betroffener Helfer seinen Namen nicht nennen, ist eine anonyme Alarmierung möglich.

Das Einsatznachsorgeteam des Landesverbands Nordrhein-Westfalen wird über die Rufbereitschaft des Landesverbands alarmiert: 0162 / 137 1120

Wer kann im ENT mitmachen?

Die Mitarbeit im ENT ist für THW-Helferinnen und Helfer des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen möglich. Sie wird als Zweitfunktion ausgeübt und sollte durch den eigenen Ortsverband unterstützt werden.

Die Mitwirkung setzt ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft, an Verantwortungsbewusstsein, psychosozialer Belastbarkeit und Bereitschaft zur kontinuierlichen Aus- und Fortbildung voraus. Man muss zudem über die Begabung verfügen, anderen Menschen zuhören zu können. Absolute Verschwiegenheit ist eine weitere wichtige Voraussetzung.

Zur Verstärkung des ENT werden aktive Helferinnen und Helfer mit abgeschlossener Grundausbildung und Einsatzerfahrung gesucht. Die Interessenten durchlaufen vor der endgültigen Aufnahme in das ENT ein Auswahlverfahren und eine einjährige Probezeit. Das Auswahlverfahren findet zentral in regemäßigen Abständen statt. Die Termine werde auf dem Dienstweg bekannt gegeben.

Bitte richten Sie Fragen zum Einsatznachsorgeteam an den Landesverband: poststelle.lvnw@thw.de

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